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Hilfe – hat die Beziehung mit einem Schnarcher Sinn?

Eigentlich war es ein wunderschöner Abend. Ein tolles Restaurant, ein hervorragendes Essen, sensationelle Livemusik. Das erste Date hat sich gelohnt. Ein Bild von einem Mann, lustig, aufmerksam ein guter Tänzer ein Gentleman. Bingo würde man sagen, wenn nicht die erste unausweichliche Nacht das grosse Glück massiv getrübt hätte. Alles wäre perfekt gewesen, wenn der Auserwählte nicht weltmeisterlich schnarchen würde. Hat dies eine Zukunft?

Laut wissenschaftlichen Erhebungen schnarchen in Deutschland rund 60% aller Männer mehr oder weniger stark. Das Risiko ausgerechnet einen „Schnarcher abzuschleppen“ ist mit 1:3 recht hoch. Kann man damit umgehen, wenn sonst alles passt, oder ist eine solche Beziehung zum vorneherein zum Scheitern verurteilt, oder bieten sich auch Lösungen an?

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Forschung und Wissenschaft bleiben nie stehen. So wurde auch das Phänomen schnarchen beim schlafen sehr ausgiebig untersucht. Mögliche Ursachen wie auch Abhilfemassnahmen sind zwischen zeitlich bekannt. Es bieten sich durchaus auch ernstzunehmende Lösungen an, eine Kompromissbereitschaft der Lebenspartner ist jedoch Voraussetzung.

Die häufigsten Ursachen für ein mehr oder weniger lautes schnarchen sind schlaff hängende Halszäpfchen, die man sich sehr gut im Spiegel selbst betrachten kann. Sie befinden sich über dem Rachen. Durch das ein-und-ausatmen geraten diese Halszäpfchen ins Schwingen was die „sägenden“ Geräusche verursacht. Je entspannter jemand ist, je schlaffer werden die Muskeln der Halszäpfchen, je lauter werden die Geräusche. So zum Beispiel wenn jemand Schlafmittel genommen hat, aber auch übermässiger Alkoholkonsum kann zu einer totalen Entspannung führen und dann wird es wirklich unangenehm laut. Eine andere Ursache können auch die Nasenflügel sein, die keine ausreichenden Luftbewegungen zulassen. Schon eine kleine Erkältung kann ausreichen um Schnarchgeräusche über die Nase zu erzeugen. Vereinfacht gesagt entsteht ein Schnargeräusch immer durch die Atmung, mal beim Mund, mal bei der Nase.

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Aber es besteht Hoffnung. Ein Schnarchen muss nicht zwingend in einer Scheidung oder Trennung enden. Es ist jedoch Voraussetzung das Problem zu lokalisieren, wenn nötig auch durch einen Facharzt oder gar durch ein Schlaflabor. Nicht selten kann das Problem mit einfachen, kostengünstigen Hilfsmitteln aus der Welt geschafft werden, oder mindestens stark reduziert werden. Hilft bei einer Erkältung bereits ein guter Nasenspray, stehen auch weitere Hilfsmittel in der Apotheke abholbereit. Das Prinzip ist immer gleich, indem die Atemwege von Nase oder Mund frei von Hindernissen gemacht wird. Diese Hilfsmittel sind genial einfach, verblüffen jedoch oft mit ausgezeichneten Resultaten. Manchmal hilft bereits eine andere Schlafstellung. Mit einem Nasenschmetterling werden zum Beispiel die Nasenflügel offen gehalten. Ein anderes Hilfsmittel schaut aus wie ein Mundschutz von einem Boxer bewirkt aber, dass die Atemluft direkt und ungehindert zum Rachen geleitet werden kann.

Wenn man sich also wirklich gern hat ist ein übermässiges Schnarchen sicherlich unangenehm, aber noch lange kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen und die Beziehung aufzugeben. Der Gang zur Apotheke oder zu einem Facharzt ist keine grosse Sache. Man braucht sich auch keinesfalls zu genieren. Schnarchen ist so weit verbreitet wie die alljährliche Erkältung und überhaupt kein Tabuthema. Die ganze Problematik kann sich aber auch umgekehrt verhalten. Laut wissenschaftlichen Untersuchen sind nicht nur Männer „Schnarcher“ auch etwa 40% aller Frauen haben so ihre Probleme mit der „Schnacherei“.